Lunapark21 Nr. 21 – Frühjahr 2013
Arbeitslosigkeit & Arbeitszeit
In hyper-beschleunigten Zeiten wie der jetzigen grenzt es an Luxus, sich ökonomische Phänomene mit längerem historischem Atme anuschauen. Wir entschleunigen und berechnen Arbeitslosenquote in Deutschland über den langen Zeitraum von 125 Jahren hinweg. Die erläuterte Visualisierung dieser lohenden Fleissarbeit als gezackte schwarze Fläche ist Aufklärung pur und lohnt allein schon den Kauf des Heftes (z.B. am Bahnhofskiosk).
Arbeitslosigkeit wird hierzulande in den Gefilden der klassischen Gewerkschaftsarbeit als Spezialfall angesehen. Man will zurück zum Sozialstaat oder zum "Rheinischen Kapitalismus" und glaubt, diese Massenarbeitslosigkeit gemeinsam mit vernünftigen Kapitalisten und mit einem Kanzlerkandidaten, der erheblich zur "Entfesselung" des Kapitalismus und damit zur Steigerung der Arbeitslosigkeit beitrug, bekämpfen zu können. Gleichzeitig werden in diesem Bereich des klassischen gewerkschaftlichen Engagements das Thema Hartz IV und damit mehr als fünf Millionen Menschen weitgehend ausgeblendet; der innere logische Zusammenhang zwischen der "normalen Arbeitslosigkeit" und der zunehmenden Verelendung und gesellschaftlichen Zersetzung wird zu wenig erkannt.
Im Schwerpunkt von Heft 21 untersucht im Anschluss an die vier Seiten 125 Jahresstatistik Tomasz Konicz „gegenwärtige Kapitalregime und die Produktion von Arbeitslosigkeit". (Seiten 38-41.) Manfred Dietenberger berichtet über den Kampf für Arbeitszeitverkürzung als Antwort der Arbeiterbewegung auf die permanente Schaffung einer „iindustriellen Reservearmee“ (Seiten 42-44) und untersucht das „neue Prekariat und die Zersetzung der zuvor erkämpften sozialen Absicherungen“ (Seiten 45-47).
Gerhard Klas analysiert den neuen neoliberalen Zaubertrick, die Mikrokreditprogramme als „Kampf“ gegen Arbeitslosigkeit (S. 48f).
Sandra Ernst-Kaiser berichtet aus Griechenland über „Arbeitslosigkeit und Armut der Athenerinnen“ (S. 50f). Das LP21-Spezial wird wie immer abgerundet mit dem von Georg Fülberth verfassten „Lexikon“ zum Thema – „technologische Arbeitslosigkeit“ (S.52f).
Verwiesen sei schließlich auf den direkt an das Spezial anschließenden „Subjektive Faktor“ – das Interview mit einer Hartz-IV-Initiative in Köln (S. 54ff) – und auf den Beitrag von Gisela Notz zum Thema Frauenarbeit und Arbeitszeitverkürzung (S. 21ff).
Lunapark21 extra07 - Frühjahr 2013
Es gibt eine Alternative: Öko-Sozialismus
Es gibt ungewöhnliche Kooperationen, bei denen sich überraschender Weise zusammenfügt, was zuvor weit voneinander getrennt war. Dieses Lunapark21-Extra 07 ist das genaue Gegenteil. Diesmal haben sich Leute zusammengetan, die schon lange an verschiedenen Projekten gemeinsam gebastelt haben. Von Anfang an haben Autoren und RedakteurInnen unserer Zeitschrift an der Arbeit des Bildungsvereins Soziales-Arbeit-Leben-Zukunft (SALZ) teilgenommen: als Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats von SALZ, als Referenten auf Veranstaltungen, als Aktive.
Dies galt und gilt auch für die ökosozialistischen Konferenzen, die SALZ seit 2010 jedes Frühjahr in Kassel organisiert hat. Nach dem Auftakt „Ökologie und Sozialismus“ (2010) ging es um ökologische und soziale Fragen der Arbeit (2011) und der Mobilität (2012). Dabei ging es nicht nur darum, in solidarischen Diskussionen Kraft und Argumente für den politischen Alltag zu finden, sondern ebenso um einen Blick über den Tellerrand, auf offene Probleme und neue Herausforderungen. Mit dem extra 07 von Lunapark21 legen wir eine Reihe von Beiträgen vor, die aus verschiedenen Perspektiven das gemeinsame Anliegen beleuchten. Der Inhalt des Heftes:
Vom Wert der Natur (aus ökonomischer Sicht) · Thomas Kuczynski
Schafft die Arbeit ab: Arbeit, Freizeit und Muße · Klaus Engert
Öko-Eportweltmeister? Risiken und Nebenwirkungen einer exportorierten Green-Economy · Chris Methmann
Großprojekte als Speerspitze: Gegen demokratische Entscheidungsprozesse und für Konzernprofit · Prof. Dr. Jürgen Rochlitz
Richtiges Leben im falschen? Theorie und Praxis alternativen Wirtschaftens als
Alternative zur Just in Time – Gesellschaft · Gisela Notz
Vom heute zum morgen: Zukunft und sozialistischer Realismus · Sebastian Gerhardt
Ökologie braucht Planung · Klaus Engert
Bestellungen (4 Euro plus Porto): per Mail abo@lunapark21.net // per Post Lunapark21 · An den Bergen 112 · 14552 Michendorf // per Telefon 033205-44694 // www.lunapark21.net
Lunapark21 Nr. 20 - Frühjahr 2013
Weltwirtschaftskrise 2.0
Der Jahreswechsel ist allerorten Anlass für eine wirtschaftliche Rück- und Vorausschau. Das Spezial des aktuellen Heftes (Nr. 20) von Lunapark21 bilanziert fünf Jahre nach Erscheinen des ersten Heftes und fünf Jahre nach dem Einbruch der Weltkonjunktur die weltweite Krise: Wir erleben unterschiedliche Phasen einer Krise, die von uns in der Summe weiter als Weltwirtschaftskrise gesehen und analysiert wird.
Winfried Wolf zeichnet die Entwicklung der Ökonomie in den kapitalistischen Zentren im Zeitraum 2007 bis 2012 nach und gibt einen Ausblick auf 2013 (S.30-34). Lucas Zeise geht davon aus, dass „Euroland abgebrannt“ wird (S. 35/36). Hannes Hofbauer skizziert die wirtschaftliche Situation in Österreich (S.37). Die lange Kontinuität einer deutschen Europapolitik, die den Geldwert ins Zentrum stellt und soziale Aspekte komplett ausblendet, analysiert Karl Heinz Roth (Seiten 38-46). In der aktuellen Krise würden, so Hannes Hofbauer, die osteuropäischen Eurozonenmitglieder gegen den sogenannten Club Med ausgespielt (S. 48-50). Tomasz Konicz untersucht die chinesische Ökonomie – in der Regel als Hoffnungsträger präsentiert – deren Zustand er als äußerst labil beschreibt (S.51-53). Die widersprüchliche Lage der Autoindustrie – weiterhin die wichtigste Welt-Industriebranche – ist Thema des Beitrags von Stephan Kimmerle (S. 56-58). Weitere LP21-Spezial-Beiträge: Bankenkrise und weltweiter Hunger (Jean Ziegler; S. 54), der fatale Zusammenhang zwischen einer Vertiefung der Krise und dem Scheitern der Klimapolitik (Urs-Bonifaz Kohler; S. 55) und das „Lexikon“ zum „embedded neoliberalism“ (Georg Fülberth; S.59).
Lunapark21 Nr. 19 - Herbst 2012
„Kirchweih mit enormer Datendichte“
„Chilbi“ – wie bitte? Versteht jemand, warum sich die Lunapark21-Redaktion geehrt fühlte, als im August 2012 deren Zeitschrift „zur Kritik der globalen Ökonomie“ in der in Zürich erscheinenden renommierten „WOZ“ („Wochenzeitung“) unter der Überschrift „Chilbi voller Fakten“ vorgestellt wurde?
Also: Chilbi heiß in schwizerdütsch „Kirchweih“; großes Fest.
Tatsächlich präsentiert sich Lunapark21 nach fast fünf Jahres des Erscheinens in Heft 19 erneut einerseits höchst festlich (in der Gestaltung) und andererseits voller Analysen mit unbestreitbaren Fakten. Schwerpunkt des aktuellen Heftes mit acht Artikeln auf 20 Seiten ist das Thema „Kapitalismus und Medien-Macht“. Untersucht wird die Bedeutung von Medienmacht und die konkrete Struktur der weltweit agierenden Medienkonzerne. Es gibt kritische Analysen der Debatte um „geistiges Eigentum“ und des neuen Mediums Facebook. Skizzen zur Situation der alternativen – fortschrittlichen – Medien in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland runden den Schwerpunkt ab.
Andere Beiträge im neuen Heft:
Kritik der Behauptung einer „green economy“
Analyse der ökonomischen Vorstellungen der Piratenpartei in Deutschland
40 Jahren „Humanisierung der Arbeit“ durch„Gruppenarbeit“ bei Daimler und Volvo.
Unterschiedliche Wertigkeit von Männer und Frauen-Jobs bei der „Rettung“ von Unternehmen
Griechenland-Solidarität: praktisch
Subjektiver Bericht einer China-Reise
Darlegung, inwieweit die Krise 1973ff gewissermaßen Ausgangspunkt der aktuellen Krise ist
Autorinnen und Autoren und Künstler im neuen LP21-Heft:
Tom Adler (Stuttgart) // Peter Bach (Köln) // Rolf Becker (Hamburg) // Daniel Behruzi (Frankfurt/M.) // Manfred Dietenberger (Waldshut) // Georg Fülberth (Marburg) // Sebastian Gerhardt (Berlin) // Lars Henriksson (Göteborg; Schweden) // Hannes Hofbauer (Wien) // Simone Holzwarth (Berlin) // Urs-Bonifaz Kohler (Solothurn; Schweiz) // Tomasz Konicz (Olsztyn; Polen) // Stefan Kraft (Wien) // Thomas Kuczynski (Berlin) // Gisela Notz (Berlin) // Werner Rügemer (Köln) // Patric Sandri (Zürich und London) // Patrick Schreiner (Hannover) // Peter Strotmann (Berlin) // Winfried Wolf (Berlin) // Mag Wompel (Bochum) // Pit Wuhrer (Zürich) // Lucas Zeise (Frankfurt/M.) //
Technische und editorische Daten: Lunapark21 erscheint seit Anfang 2008 vier Mal im Jahr und seit 2010 zusätzlich mit jährlich zwei Sonderheften. LP21 hat als Vierteljahreszeitschrift 72 Seiten, kostet als Einzelheft 5,90 Euro und bei Bezug als Normalabo (4 Ausgaben im Jahr) 24 Euro. Näheres siehe www.lunapark21.net
Pit Wuhrer in der WOZ: „Die Blattmacher belehren nicht, sie informieren – mit profunden Texten und aussagekräftigen Grafiken, verpackt in ein ansprechendes Layout.“
Lunapark21 Nr. 18 - Sommer 2012
Rohstoffjagd und Kapitalismus? Dabei denkt man kaum an klassische Rohstoffe wie Kohle, Erz, Nickel, Gold und Silber, nach denen in früheren Jahrhunderten gejagt wurde. Tatsächlich hat sich die Nachfrage nach diesen traditionellen Rohstoffen in den letzten zehn Jahren dramatisch erhöht – allein die Förderung von Eisenerz hat sich seit dem Jahr 2000 knapp verdoppelt.
Gleichzeitig rückten neue Hightech-Entwicklungen wie Notebooks und Handys und die Orientierung auf eine „green economy“ mit Solaranlagen, Windkraftanlagen und Elektro-Autos, knappe Metalle und Seltene Erden ins Fadenkreuz der Rohstoffjäger. Urs-Bonifaz Kohler analysiert die Ursachen für die neue Jagd nach alten und neuen Rohstoffen. Seltene Erden werden mit China, dem Kongo oder Bolivien in Verbindung gebracht; Manfred Dietenberger beschreibt, wie gründlich in der DDR Seltene Erden-Vorkommen erforscht wurden und dass sich deshalb heute bereits Rohstoffmultis in Ossiland engagieren.
Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Conquista, als das Gold und Silber in Südamerika ausgebeutet und nach Europa verschafft wurde, wo es auf Umwegen zur Finanzierung der industriellen Revolution diente, steht dieser Kontinent heute wieder im Zentrum einer beschleunigten Rohstoffausbeutung. Günter Pohl beschreibt ab Seite 50 die Kontroverse über den „Extraktivismus“ in Südamerika. Gerold Schmidt schildert die zerstörerischen Folgen der neuen fieberhaften Suche nach Gold und Silber in Mexiko. Gleichzeitig wird die Jagd nach Öl, dem Schmierstoff des modernen Kapitalismus, fortgesetzt und intensiviert – Tomasz Konicz widmet sich den Ölbohrungen in der Arktis. Gas galt jahrzehntelang als Energieträger, der kaum Schlagzeilen produziert. Das änderte sich in den letzten zwei Jahren mit der neuen Fördermethode des „Fracking“. Seither gibt es eine fieberhafte Suche nach Gasvorkommen, die sich für Fracking eignen, und Schlagzeilen von immer neuen Funden von „unkonventionellen Gasvorkommen“. Tomasz Konicz beschreibt, dass es sich dabei vor allem um Gasvorkommen handelt, die mit enorm zerstörerischen Folgen gefördert werden. Das Lexikon von Georg Fülberth zu „Dargebote, Rohstoffe und Abstoff“ rundet das LP21-Spezial zu den alten und neuen Rohstoffen ab.
Außerdem im Heft: S.Ober & B. Knierim Occupy Forschung! // G. Pohl Neue Rohstoffausbeutung in Südamerika // W. Rügemer Freiheit der Arbeit // P. Schreiner Reiche zahlen mehr Einkommenssteuer – gut so! // W. Wolf Unrunde Achse Berlin-Paris
Lunapark21 Nr. 17 - Frühjahr 2012
Das neue Lunapark21-Heft enthält ein 20-seitiges „Spezial“ mit dem Titel „war sells – kriegsgeschäft“.
In diesem analysiert Gerald Oberansmayr den weltweiten Aufrüstungsprozess seit 1990, die Struktur der nationalen Rüstungsetats und der Rüstungsindustrie.
Der Autor, gleichzeitig Herausgeber der in Linz erscheinenden Zeitschrift „Guernica“, geht von einem „Transatlantischen New Deal“ aus: Inzwischen sprechen Pentagon-Autoren offen vom zukünftigen Krieg der USA, unterstützt durch die EU-Mächte, gegen China, mit dem sich wiederum Russland verbünden könnte. Artikel zu den – weiterhin sehr hohen – Rüstungsausgaben in Griechenland (Autorin: Dalilah Reuben-Shemia) und der Kriegsgefahr in der Region Persischer Golf und Iran (Rouzbeh Taheri) runden das Spezial ab. Das Thema wird ergänzt durch die neue „Quartalslüge – QaLü“ zum paradoxen Zusammenhang „Anstieg der Rüstungsumsätze bei abnehmender Zahl der Rüstungsarbeitsplätze“ und mit Artikeln von Manfred Dietenberger zur Haltung der Gewerkschaften in der Frage Rüstung und Jobs und von Gisela Notz zur Position „Frauen und Militär“
LP21 Heft 17 hat einen zweiten Schwerpunkt zum Komplex „Griechenland und Euro“ mit Artikeln zur Armut in Griechenland (Nikos Chilas), zum Absturz der griechischen Wirtschaft (Tomasz Konicz), zur Heuschrecke Wilmington Trust, die an der neuen Griechenland-Hilfe verdient (Winfried Wolf) und zum „Scheitern des Projekts Euro“ (Werner Rügemer).
Die übrigen Autoren und Heftbeiträge: Walter Sittler (Rubrik „LunaLuna“) schreibt über „Geld und die Notwendigkeit des Aufstehens“. Alix Arnold (Rubrik: Subjektiver Faktor) berichtet über das seit 44 Jahren betriebene Selbstverwaltungs-Projekt Cecosesola in Venezuela. Johannes Schulten analysiert die erstaunliche wirtschaftliche Erholung Argentiniens seit dem Crash 2001. Felix Jaitner nimmt die Programme der russischen Opposition unter die Lupe. Christa Wichterich beschreibt, wie im neuen Weltentwicklungsbericht Markt und Wachstum vor die Menschenrechte gestellt werden. Bernhard Knierim zerlegt die Theorie vom Erfolg der britischen Bahnprivatisierung (Grundlage: McNulty-Report). Carl Waßmuth stellt eine Studie der Deutschen Bank zu Privatisierungen vor, in der die Forderungen der Troika als Vorbild präsentiert werden. Winfried Wolf untersucht den Boom und die Struktur des Weltfrachtverkehrs (AirCargo). Andrea Marczinski präsentiert das Modell einer „Wanderoper Brandenburg“, das zwar aus der Not geboren, aber möglicherweise ein „Modell für Kunst in der Provinz“ ist. Thomas Kuczynski hat eine neue Form der Rentenlüge entdeckt. Georg Fülberth liefert einen Lexikonbeitrag zu Rüstung und Ökonomie und einen „Seziertisch“ zur Kapital-Transaktionssteuer.
Als LunArt sind in diesem Heft präsent Mathias Braschler und Monika Fischer (www.braschlerfischer.com), die acht Monate durch 17 Länder und alle Kontinente reisten, um dem Klimawandel ein Gesicht zu geben. Der griechische Fotograf und Fotojournalist Iakovos Hatzistavrou (http://iakovos.zenfolio.com) ist mit einer Fotostrecke zur Armut in seinem Heimatland vertreten.
Für die Heftgestaltung einschließlich des Titels mit der Heckler+Koch-Waffe auf schwarz-rot-güldenen Kissen zeichnet Joachim Römer verantwortlich.
Lunapark21 Nr. 16 - Winter 2011/12
Schwerpunkt-Thema: 1 : 99 > Vom Reicherwerden der Reichen
Wie 1 % der Bevölkerung 99 % beherrschen •
Welche ökonomischen und politischen Folgen das hat •
Warum aus Occupy Wall Street ein Occupy World werden mus • Tanz um´s goldene Kalb? Sicher – das gibt es heute mehr als je zuvor. Doch in unserem LP21-Spezial geht es zur Sache – zum Thema: Woher kommt Profit? Wer mästet das goldene Kalb?
Erinnern Sie sich an diese Bilder aus Mutters Kochbuch: mit den Unterteilungen in die besonders und weniger schmackhaften Körperteile? Da hieß es beispielsweise als Erläuterung zur Abbildung der Körperteile des Kalbes: „Keule: für Kalbsbraten, Schnitzel, Steak und Rouladen“. Allerdings werden in den Kochbüchern immerhin rund 90 Prozent des Kalbfleisches als schmackhaft ausgewiesen.
Völlig anders die Struktur der kapitalistischen Gesellschaft: Da sind 0,1 Prozent der Bevölkerung Multimillionäre und damit superwerthaltig. Weitere 0,9 Prozent sind Millionäre und damit immerhin noch hochwerthaltig. Die übrigen 99 Prozent jedoch sind "der Rest" – irgendwie Fußvolk, irgendwie nichts wert. Allerdings: Die genauere Betrachtung ergibt, dass diese 99 % dann doch wieder entscheidend sind dafür, dass alles funktioniert, dass reich reich und arm arm bleibt. Und dass die Reichen reicher werden.
Im Mai 2011 erschien im US-Magazin "Vanity Fair" ein Artikel mit der Überschrift "Of the 1 %, by the 1 %, for the 1 %" ("Vom einen Prozent, über das eine Prozent, für das eine Prozent"). Darin beschrieb der Träger des Ökonomie-Nobelpreises Joseph E. Stiglitz die Struktur der Gesellschaft der USA, in der ein Prozent der Bevölkerung fast allen Reichtum und die Macht auf sich konzentrieren. Bald darauf entstand in den USA eine Bewegung, die sich "Occupy Wall Street" nennt. Diese sagt von sich, dass sie für die "99 Prozent", die wenig und nichts zu sagen haben, spricht.
Im neuen Lunapark21-Spezial beschreibt Nicola Liebert die Struktur unserer Gesellschaft – weltweit, in den USA und in Deutschland. Sie belegt, wie recht Stiglitz und die "Occupy"-Bewegung haben (S.38-45). Manfred Dietenberger unterstreicht, dass die Art und Weise, wie im Kapitalismus Erbschaften behandelt werden, den Reichtum noch mehr konzentriert (S. 42). Diese krasse Klassengesellschaft gibt es natürlich auch in Griechenland – Gregor Kritides beschreibt es (S. 46-48). Winfried Wolf untersucht die ökonomische Wirkung, die mit der Reichtumsproduktion verbunden ist (S. 50-53).
Wenn das eine Prozent faktisch den übrigen 99 % sagt, wo der Hammer hängt, dann wird Demokratie grundsätzlich in Frage gestellt. Patrick Schreiner beschreibt, wie in Griechenland und in Italien Technokraten-Regierungen etabliert werden, die alles andere als neutral sind (Seite 54-56).
Gegen das Reicherwerden des einen Prozent hat sich die „Occupy“-Bewegung entwickelt. Sie wird von Alexis Passadakis beschrieben (S.57-59) – und sie findet längst Widerhall in China (S. 59f). Im „Lexikon“ untersucht Georg Fülberth, was sich hinter dem Begriff "Diktat der Märkte" verbirgt (S. 61).
Lunapark21 Nr. 15 - Herbst 2011
25-Seiten-Schwerpunkt-Thema: Ein Staatsbankrott Griechenlands droht Tag für Tag. Für Merkel, Rösler und die deutschen Medien ist klar, wer dafür verantwortlich ist: „Die griechische Bevölkerung hat über ihre Verhältnisse gelebt.“ Um dieser verbreiteten Griechenland-Hetze entgegenzuwirken, haben wir uns beim Lunapark21-Schwerpunkt, dem LP21-Spezial, für das Thema Griechenland entschieden (S.36-59). Karl Heinz Roth schrieb Beiträge zur deutschen Politik in Griechenland während der Besatzung im Zweiten Weltkrieg und zur Aktualität der Forderung nach Reparationen (link). Winfried Wolf recherchierte den Zusammenhang „griechischer Euro anstelle deutscher Reparationen“ und setzte das aktuelle soziale Kahlschlag-Programm in Griechenland in einen Bezug zu deutschen und österreichischen Verhältnissen. Georg Fülberth steuerte einen Lexikon-Beitrag zum Thema „Souveränität“ bei. In der festen Rubrik Quartalslüge („QaLü“) (S. 2/3) kommen wir zum Ergebnis: die Griechinnen und Griechen arbeiten länger als beispielsweise Franzosen oder Dänen – und haben nur 23 Urlaubstage anstelle der 30 Tage, die – zu Recht! - deutsche Lohnabhängige genießen können.
Übrigens: Die Beiträge dieses LP21-Spezial werden parallel mit der Heftproduktion ins Griechische übersetzt und erscheinen in der Zeitschrift „Polites“.
Euro-Krise. Lucas Zeise beschreibt, wie es zur Euro-Krise kommen konnte und wie in der aktuellen Lage ein Ausweg aus der Krise aussehen könnte. (link) Die Auswirkungen auf Deutschland sieht man nicht zuletzt bei der „Schuldenbremse“. Patrick Schreiner untersucht in seinem Artikel diese Konstruktion, nennt von Hayek als Stichwortgeber und unterstreicht den damit verbundenen Abbau von Demokratie. Winfried Wolf behauptet, dass aktuell jede – auch eine durch Linke betriebene - Eurorettung auf Abbau von sozialen und demokratischen Standards hinausläuft.
Revolte in Nordafrika: „Inzwischen ist völlig klar: Wir hatten mehr Rechte und Freiheit unter Mubarak als unter dem SCAF“, twitterte Shahira Abouellail. SCAF bedeutet Supreme Council of the Armed Forces und ist das Machtzentrum der Militärdiktatur in Ägypten. Die Aktivistin berichtet im „Subjektiven Faktor“ (S. 6/7; Autor: Alexis Passadakis) über 12.000 Menschen, die seit den Aufständen verhaftete wurden, und die Medienarbeit und die Kampagne „NoMilitary Trials“, die sich gegen die Militärdiktatur und unrechtmäßige Militärgerichte stellt.
Kontinentwechsel – China: Hannes Hofbauer besuchte im Sommer Shanghai. Seine Beobachtungen erfassten ein China in der „sozialistischen Marktwirtschaft“, in der es kein unten und keine Verlierer geben darf – und nach Autor wohl doch „zu einer Mischung der schlechten Eigenschaften aus beiden Modellen“ – der kapitalistischen Marktwirtschaft und einem Staatssozialismus – kommt.
Ob es sich bei Sahra Wagenknechts „drittem Weg“, beschrieben in Ihrem Buch „Freiheit statt Kapitalismus“, um eine reale Alternative oder kreative Selbstzerstörung handelt, untersucht Lucy Redler in der Rezension (S. 14/15).
Mit der „Corporate Social Responsibility“ (CSR) versuchen Unternehmen ihren Ruf aufzupolieren. Gisela Burckhardt zeigt auf, dass sich die Arbeitsbedingungen v.a. von Zulieferfirmen in Südasien seitdem trotzdem nicht verbessert haben. „CSR-Maßnahmen dienen der Schönfärberei und Verhinderung von verbindlichen gesetzlichen Regulierungen.“
Andere Beiträge – übrige Autorinnen und Autoren: Sebastian Gerhardt – Der Hauptfeind im eigenen Land // Stephan Kimmerle – Neustart der britischen Gewerkscjhaftsbewegung // Alex Gordon (britische Gewerkschaft RMT) – Interview // Susan Zimmermann – Die IWF-Politik gegenüber der weltweiten Armut // Gisela Notz – Die Mär von den „Freiwilligendiensten“ // Stefan Ozsváth – Gleichschaltungswelle in Ungarns Medien // Thomas Kuczynski – Arbeitszeitverkürzung? Besser für menschlich gestaltete Arbeitsverhältnisse kämpfen! // Georg Fülberth – Dumpfes Gefühl (ob wollüstigem Schauer mancher Linker bei Währungskrisen bei gleichzeitiger Vernachlässigung linker Hausaufgaben)
Kunst im Heft: Wie in jedem Heft öffnet die Zeitschrift Lunapark21 Künstlern ihre Seiten – siehe die Fotos von Jürgen Escher (Seiten 27, 29, 33 und 35) und die Montage von Fabian Scheidler (S. 16).
Lunapark21 Nr. 14 - Sommer 2011
Um dem fatalen Vergessen des Themas Fukushima & Atomkraft entgegenzuwirken, widmet Lunapark21 ihm mit 32 Seiten das bisher umfangreichste LP21-Spezial.
Winfried Wolf beschreibt das „Atomare Weltsystem“ – die ökonomischen und militärischen Gründe für die enorme Konzentration der globalen Energiepolitik auf Atomkraft. Horst Blume verdeutlicht am Beispiel des brasilianischen Atomprogramms
den militärischen Charakter vieler Atomprogramme. Carl Waßmuth analysiert den privatkapitalistischen Konzern Tepco.
Sind die Nuklear-Arbeiter in Fukushima Helden? Für Patrick Schreiner sind es arme Schlucker; handelt es sich um ein instrumentalisiertes Nuklear-Prekariat. Werden aus Fukushima Lehren gezogen, kommt es weltweit zum Ausstieg aus der Atomkraft? Gerold Schmidt und Thomas Fruth untersuchen die Lage in Mexiko, Chile und den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika). Das Lexikon
(Georg Fülberth über Umweltpolitik als Klassenkampf von oben) rundet das Spezial ab.
Außerdem in Nr. 14 zu lesen:
Pedram Shahyar stellt den Zusammenhang zwischen Sozialen Medien und dem arabischen Frühling her, ermöglichen sie für die Organisierung von Bewegungen eine koordinierte Dezentralisierung. Wir bleiben beim business Internet: www.maxmuellerluedenschuh: Jörg Kantel zu „Wem gehört das Internet?“
Georg Fülberth analysiert Angela Merkels Faulheitsdebatte europäischer Nachbarn „eine interessengeleitete falsche Diagnose (...). Hauptursache des Ungleichgewichts in Europa ist die aggressive Export-Orientierung Deutschlands, die durch Druck auf die Lohnstückkosten und die Sozialkassen vorangetrieben wird. Sie soll auf keinen Fall revidiert werden. Deshalb ist der vermeintlich flotte Spruch Angela Merkels in Wirklichkeit nur ein Gestammel, das sich dann einstellt, wenn man sich um eine unangenehme Wahrheit herumdrücken will.“
Des Weiteren geht es in der aktuellen Ausgabe um die „Gesellschaftliche Kernschmelze“ in Europa in Zeiten der Krise und um die Arbeitsverhältnisse in:
- der Windkraft- und Solarindustrie,
- in deutschen Krankenhäusern,
- in New Yorker Hotels,
- in der (Zwangs-)Selbstständigkeit samt „Mitnahme-Effekt“
- und „Clustering“-Praktikas in China.
Extra 06: S-Bahn-Krimi Berlin
Gemeinsam mit dem Berliner S-Bahn-Tisch, dem Ortsverband der Berliner Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), dem Bündnis Bahn für Alle und dem Landesverband Berlin-Brandenburg von PRO BAHN gibt die Redaktion von Lunapark21 dieses Extra heraus. Wir wollen damit Mut machen und Argumente liefern, damit sich möglichst viele Menschen engagieren und mithelfen, die unhaltbaren Zustände bei der Berliner S-Bahn zu beenden...
Warum kneift mich niemand, warum wache ich nicht einfach auf? Warum kommt kein Show-down und beim Abspann weiß ich, dass es nur ein schlechter Film war?
S-Bahn fahren in der Filmstadt Berlin, arbeiten im "Desaster-System" S-Bahn. Pleiten, Pech und Pannen als zwangsläufiges Ergebnis eines Fahrens auf Verschleiß. Die Strategen der Bahnprivatisierung schrieben das Drehbuch: Entlassung von Personal, Streckung der Wartungsintervalle, Vernachlässigung der Infrastuktur, Einfrieren dringend notwendiger Investitionen…
Die Gentlemen bitten zur Kasse, Mord im Orientexpress, Stranger on a Train. Hunderte Filme spielen in oder an Zügen mit der Faszination der Eisenbahn. Die lange Anfangsszene in Spiel mir das Lied vom Tod könnte sich in die Länge ziehen, würde der Film heute an einem beliebigen Berliner S-Bahnhof gedreht.
Ein echter Krimi wäre noch zu drehen, ein Wirtschaftskrimi, in dessen Abspann nicht darauf hingewiesen werden müsste, dass die handelnden Personen frei erfunden und jede Ähnlichkeit mit lebenden Menschen zufällig und nicht beabsichtigt seien:
"Der gesamte Vorgang (der S-Bahn-Krise) hat für mich längst die Qualität eines Wirtschaftskrimis des größten deutschen Staatsunternehmens. Ich staune auch über unsere Justiz. Man läuft jedem kleinen Hühnerdieb hinterher, ignoriert jedoch grob fahrlässige Transportgefährdung Tausender Fahrgäste." Ernst-Otto Constantin, bis 2002 Arbeitsdirektor und mitverantwortlicher Geschäftsführer der S-Bahn Berlin GmbH, in einem Offenen Brief an die damalige Verkehrssenatorin Junge-Reyer im Januar 2011
Extra 05: Deutsche Bahn - Alternativer Geschäftsbericht 2010
Herausgegeben von: Bahn für Alle · Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB) · PRO BAHN Berlin/Brandenburg · Anton Hofreiter (MdB Die Grünen) · Sabine Leidig (MdB DIE LINKE)
Wer die Bahn liebt, muss die Deutsche Bahn kritisieren. Wer für eine Bahn der Zukunft eintritt, muss die Behauptung, die Alternative zur Deutschen Bahn sei die Privatisierung – oder seien „viele kleine private Bahnen“ – als fatalen Irrtum erkennen. Siehe die Geschichte der US-Eisenbahnen. Siehe Großbritannien heute. Siehe die Rückverstaatlichungen in Neuseeland und Estland. Insofern steht bei dem Alternativen Geschäftsbericht Deutsche Bahn die Kritik an den KAPUTTMACHERN im Zentrum. Diese Kritik wird auch konstruktiv gewendet. Wir machen MUT. Wir laden zum MITMACHEN ein.
KAPUTTMACHER: Im Alternativen Geschäftsbericht wird belegt, was auf der Vorder- und Rückseite des Umschlags behauptet und bebildert wird: Das Top-Management der Bahn ist ein Abrissunternehmen. So wie in Stuttgart ein Kulturdenkmal eingerissen wurde und ein seit rund 85 Jahren gut funktionierender Kopfbahnhof zerstört werden soll, so hat die DB AG seit ihrer formellem Privatisierung 1994 – genannt „Bahnreform“ – bereits ein Fünftel des Schienennetzes, ein Drittel des Bestands an Bahnhöfen mit Servicefunktionen und mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Schienenbereich abgebaut. Dieser Prozess soll mit der materiellen Bahnprivatisierung – mit einem Einstieg von „Investoren“ – beschleunigt werden.
MUTMACHER: 2005 wurde das Bündnis Bahn für Alle gegründet. Manchen kam das bekannt vor: Man und frau machen „sowas“, um sich morgens im Spiegel noch erkennen zu können. Ansonsten geht alles den Gang der kapitalistischen Dinge... Doch das Bündnis wuchs. Die kreativen Aktionen entwickelten sich... 300000 alternative ICE-Reisebegleiter „Höchste Eisenbahn – Stoppt die Börsenbahn“ wurden verteilt... Der SPD-Parteitag im Oktober 2007 kippte beim Thema Bahnprivatisierung... Bahn für Alle enthüllte nach dem ICE-Achsbruch in Köln vom Juli 2008 die Systematik bei diesen „Achsen des Bösen“ (siehe S. 24). Nun präsentiert Bahn für Alle den Alternativen Geschäftsbericht der Bahn. Es ist der erste in 175 Jahren deutsche Eisenbahngeschichte.
MITMACHER: Vieles spricht dafür, dass Stuttgart 21 scheitert – vor allem aufgrund des wunderbaren Engagements der Menschen vor Ort. Das wäre der bisher größte MUTMACHER, ein gewaltiger Erfolg gegen die KAPUTTMACHER. Bahn für Alle wächst weiter: Wir begrüßen neu im Bündnis: PRO BAHN (Berlin-Brandenburg) und den Betriebsrat der S-Bahn Berlin. Der nächste Schritt unseres Engagements wird sein: Die Entwicklung der Alternative – die Skizze einer Bahn der Zukunft.
Die MUTMACHER suchen weitere MITMACHER!
Winfried Wolf
Im Extra05: Vorworte von MONIKA LEGE · Verkehrsreferentin RobinWood e.V. · für Bahn für Alle, HEINER MONHEIM · Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB), DIETMAR DALBOGK · Pro Bahn Vorstand, Landesverband Berlin/Brandenburg e.V., SABINE LEIDIG · MdB · Verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE, DR. ANTON HOFREITER · MdB · Verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen
Extra 04: Daseinsvorsorge und Demokratie
Das LP21-Extra04 zu Privatisierungen und Daseinsvorsorge oder genauer: zum Grundwiderspruch zwischen Profit und Demokratie.
In vier Kapiteln:
Was ist Daseinsvorsorge?
Die Aufgaben des Staates
Daseinsvorsorge aus gewerkschaftlicher Sicht
Rückzug von Staat und Gemeinde
Herausgegeben von der österreichischen Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, dem deutschen Verein Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) und der Lunapark21-Redaktion.
Lunapark21 Nr. 13 - Frühjahr 2011
Auch zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe ist nocht nicht klar, welche Ausmaße die Atom- und Erdbebenkatastrophe in Japan haben wird. Merkel „setzt die Verlängerung von Atomlaufzeiten aus“ – was auch immer das heißen mag, Sarkozy plant zeitgleich den weiteren Ausbau der Atomwirtschaft, während China noch am gleichen Tag des (Super-)GAUs in Japan die Verachtfachung der Atomenergie bis 2020 beschließt.
Lunapark21-Autor Lars Petersen: „Die Situation schreit nach einem Weltaufstand der Vernunft. Nach einem kollektiven Griff zur Notbremse in einem Shinkansen, der im Blindflug rast und die Welt in eine materielle und seelische Trümmerlandschaft zu befördern droht. Nach einem Nein zu Wachstumswahn und Technikgläubigkeit.“
Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Heftes ist den Aufständen in den arabischen Ländern gewidmet: Dass die Revolten in Tunesien, Ägypten u.a. kein Problem der „arabischen Welt“ sind, sondern ein globales, erläutert Christian Frings. Es wird an die Rabta-Affaire und die jüngsten Beteiligungen europäischer Staaten und Konzerne an der Aufrüstung Lybiens erinnernt. Wie es zur Revolution in Tunesien kam und wer an ihr beteiligt war, berichten aus Dakar im Interview: Azouna Jelloul, Schriftsteller und Gründer der Partei PUP (Parti de l'unité populaire) und Universitätsprofessor Abdeljelil Bédoui. Lucas Zeise beschreibt die Freundschaft mit den arabischen Monarchen.
IIm 21-seitigem LP21-Spezial schreibt u.a. Fabian Scheidler über das Wachstum von Elend und Widersprüchen in Indien. Gerhard Klas berichtet über die existenzielle Krise des Kleinkreditsektors. Auch das Freihandelsabkommen der EU mit Indien verschärft die Armut für den Großteil der indischen Bevölkerung. Wir dokumentieren Mandels Analyse – unterfüttert mit Aussagen von Karl Marx zu Indien.Wir runden das LP21-Spezial ab mit einen Lexikon-Beitrag von Georg Fülberth zum Verhältnis von Zentrum und Peripherie und einen Abriss der Geschichte Indiens. Thomas Kuczynski widmet sich Indien unter dem Aspekt der eurozentristischen Sicht, die auch das Denken von Karl Marx prägte.
Des Weiteren in Heft 13 zu lesen:
Liang Guowei & Tian Miao, Studenten der Sun Yat Universität in Guangdong, sprechen über den Hondastreik in China und von dem Beginn einer neuen Ära. Die Absurdität des Beamtenstreikrechts in Deutschland nimmt Rolf Geffken, Fachanwalt für Arbeitsrecht, auseinander. In „Feminismus und Ökonomie“ beschreibt Bettina Musiolek das weibliche Gesicht globaler Produktionsnetzwerke. Wissenschaft und Forschung haben im Neoliberalismus, so Bernhard Knierim in seinem Artikel, an Freiheit und Qualität verloren, dienen primär der Wirtschaft , während die akademische Arbeit immer prekärer wird.
Lunapark21 Nr. 12 - Winter 2010
Die EU-Ökonomie basiert auf Migration. Ohne Wanderarbeiter würde sie in wenigen Wochen zusammenbrechen. Parallel etabliert die EU ein Grenzregime, das jährlich bis zu 5.000 Tote fordert. Dabei ist sie es selbst, die Millionen Flüchtlinge „produziert“ – durch die Unterstützung von Kriegen, aber auch durch die Zerstörung der Existenzgrundlage von Hunderten Millionen Menschen. Im LP21-Spezial berichten Philipp Hoffmann (Frontext-Grenzregime), Tomasz Konicz (Arbeitsmigration in der EU), Hannes Hofbauer (zur „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ ab 01.05.2011 in Österreich und Deutschland) und Gerold Schmidt (Vergleich Grenzpolitik der USA/Mexiko), ergänzt durch Georg Fülberths Lexikonbeitrag zu Protektionismus; und photographisch detailliert dargestellt von Doris Frohnapfel in LunArt.
Des Weiteren in Heft 12 zu lesen:
Klaus Gietinger bilanziert die zu erwartende Schlichtungsmisere von Stuttgart21. Hier ging es noch nie um die Bahn, vielmehr Immobiliengewinne, Kapitalverwertung und Privatisierung und die Stärkung von „Auto21“ und Flug21.
Was die Zerstörung Meißner Porzellans mit der derzeitigen Immobilienkrise zu tun hat und warum der Leerstand 100.000er Wohneinheiten nicht bewohnbar gemacht werden wird, erläutert Winfried Wolf.
Er sträubte und windete sich. Und musste doch nachgeben. Unter Druck ängstlicher Anleger und einer kompromisslosen EU-Finanzpolitik wird der irische Tiger zur erzogenen Hauskatze. Pit Wuhrer und Lucas Zeise.
Daniel Behruzi befragt Au Loong (Globalization Monitor, China) und Gautam Mody (Neue Gewerkschaftsinitiative NTUI, Indien) zu der Situation und den Möglichkeiten gewerkschaftlicher Mobilisierung insbes. im Automobilsektor.
Das scheinbare Paradoxon, warum Iran als viertgrößter Ölexporteur der Welt selbst Benzin importiert und daran nichts ändern wird, erläutert Soheil Afsani in einem detaillierten Bericht über die historische Entwicklung und derzeitige Lage der iranischen Wirtschaft.
Lunapark21 Nr. 11 - Herbst 2010
Aus gegebenem Anlass befasst sich das Spezial mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Während der Künstler Ruppe Koselleck die feindliche Übernahme BP´s plant (kaufen Sie seine Ölbilder mit weltweit gesammelter Rohölfarbe von sämtlichen
Ölkatastrophen!), wird außerdem über die Folgen der Katastrophe und das Einkaufen des Schweigens von Experten berichtet. Die Machtstrukturen weltweiter Ölförder-Konzerne werden analysiert und die immer gefährlicheren Experimente das schwarze Gold zu fördern.
Dass ausgerechnet Transport-GewerkschafterInnen international nicht nur darum kämpfen, Arbeitsplätze zu sichern, sondern gleichzeitig für eine nachhaltige alternative Transportpolitik einstehen, können Sie in dem Interview mit Asbjorn Wahl von der Internationalen Transportarbeiter-Federation (ITF) lesen.
Was die Fußball-WM für Nachspiele mit sich führte, ist der zweite Schwerpunkt unseres Heftes. Dietrich Schulze-Marmeling entblößt die FIFA von der Apartheid bis heute.
Fokus internationale Märkte und Osteuropa: Ein Seiltanz zwischen Billiglohn und Sparzwang in den Staaten der verlängerten Werkbänke wie Tschechien und die Slowakei. Von Hyperinflation und Systemtransformation spricht Tomasz Konicz, Lucas Zeise sucht derweil nach der Inflation, während in Asien sich mehr und mehr Textilarbeiterinnen organisieren, um Mindestsicherheitsstandards und höhere Löhne zu erkämpfen.
Geht´s noch? In Stuttgart wohl nicht. Beobachtungen aus dem Protestsommer- und Herbst, der die Stadt veränderte dürfen in diesem Heft nicht fehlen.
Über die hiesige Tarifeinheit schreibt Thomas Kuczynski, über die drohenden Einschränkungen des Streikrechts Rainer Balcerowiak und Detlef Hensche. Georg Fülberth nimmt zum Schluss noch den „Atomkompromiss“ auseinander. Green New Deal?
Extra 03: Globalisierung - Flugverkehr - Gegenwehr
Seit 25 Jahren wird die Debatte um die externen Kosten des Verkehrs geführt, die im Flugverkehr vor allem aus den Lärmkosten und den Kosten, die aus dem massiven Beitrag zur Klimaerwärmung entstehen, bestehen. ExpertInnen fordern: Die Kosten im Verkehr müssen steigen, um eine Verkehrsinflation mit untragbaren Folgen zu vermeiden. Stattdessen aber sinken die realen Preise im Flugverkehr und Kerosin wird immer noch nicht besteuert. Das führte und führt zu einem enormen Anstieg des Flugverkehrs und zum Ausbau der Flughäfen.
In diesem Lunapark21 Extra03 wird der Flugverkehr auf globaler und europäischer Ebene analysiert. Dokumentiert wird vor allem der Widerstand dort, wo er in Deutschland die längste Tradition hat: in der Region um den Flughafen bei Frankfurt am Main. Viele Beiträge wurden von denen verfasst, die sich vor Ort engagieren - gegen den Flughafenausbau und für Nachtflugverbote. Es schreiben: Herbert Behrens – Gitta Düperthal – Helmut Hahn – Rudi Hechler – Heinz Högelsberger – Frank Kaufmann – Ingrid Kopp – Sabine Leidig – Jörg Lüsing – Hermann Schaus – Petra Schmidt - Michael Teske – Dirk Treber – Carl-Friedrich Waßmuth – Wolf Wetzel – Winfried Wolf
Aufrecht gehen! Oben bleiben!
Rede von Winfried Wolf am 3. September 2010 auf der Demonstration gegen "Stuttgart 21"
Liebe Bürgerinnnen, liebe Bürger,
Um es vorweg und deutlich zu sagen:
Die Menschen in dieser Republik schauen auf diese Stadt. Das ist seit Wochen so. Das ist heute Abend der Fall. Das wird so sein, wenn ihr hier, wenn wir gemeinsam den Abrißstopp erzwingen, die Alternative durchsetzen und uns nicht über einen runden Tisch ziehen lassen...
Der komplette Redetext ist hier in unserem Archiv zu finden.
Lunapark21 Nr. 10 - Sommer 2010
Was hat China, was in Zeiten der Weltwirtschaftskrise der Westen nicht hat? Wie gelingt China der Aufstieg zur Exportnation der Welt und auf wessen Kosten? Wo wackelt das Kartenhaus und wer zerrt daran? Das LP21-Spezial beleuchtet und Jakob Montrasio bebildert das Thema mit Beiträgen von Karl Heinz Roth, Tomasz Konicz, Andre Gunder Frank, Peter Strotmann, Winfried Wolf und Georg Fülberth diskutiert.
Und was geht in Europa? Lucas Zeise, Hannes Hofbauer, Winfried Wolf und Kai Eicker-Wolf benennen es in Eurocrash, Griechenland & Totsparen. Die Frage nach der persönlichen Verantwortung auf der Kasino-Party wird auf sechs Seiten anhand des Attac-Bankentribunals mit Beiträgen von Renate Börger, Werner Rügemer und Rudolf Hickel debattiert.
Und die EU in Lateinamerika? Sie attackiert mit einer aggressiven Freihandelsagenda. Weitere transnationale Konzerne „arbeiten“ sich an Goldgruben in Mexiko ab. Es berichten Torge Löding aus Costa Rica und Gerold Schmidt aus Mexiko D. F..
„Der Hauptgrund für das Fehlen kollektiver Unmutsäußerungen ist nicht Zufriedenheit, Depression oder Angepasstheit, sondern Vereinzelung.“ Andrea Marczinski interviewt Dietmar Dath zu seinem Buch „Deutschland macht dicht“. Die Überwindung dessen wird anhand von Reportagen von Wanderarbeiterinnen in China (Christa Wichterich) und der Critical Mass Bewegung in den USA gezeigt. Mit einem Heiligenschein im Handschuhfach wird das in Deutschland in der Kirche zu verhindern versucht: von Gott, Streik & Justitia redet Ulrich Peter, der mit dem Streikverbot in kirchlichen Einrichtungen eine längst fällige Scheinheiligkeit thematisiert.
Analyse aktuell: Krise in Griechenland
Staatsbankrotte als neue Stufe der weltweiten Krise
Die Krise der griechischen Wirtschaft verschärft sich weiter - auch nach der Vereinbarung eines Großkredits von 45 Milliarden Euro durch die EU
und den IWF, der bis Anfang Mai fließen dürfte. Es handelt sich auch um eine Krise des Euro. Letzten Endes erleben wir eine neue Stufe in der
weltweiten Krise - nach der Immobilienkrise, der Bankenkrise und der Krise der Realwirtschaft folgen Staatenpleiten (was mit Island und
Litauen begann und wo nach Griechenland zugespitzte Staatskrisen in Portugal, Spanien, Italien und Großbritannien folgen könnten).
Die Krise in Griechenland ist vor allem eine Folge einer finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeit des Landes, die es seit mehr als einem
Jahrhundert gibt. Der drohende neue Staatsbankrott wäre dann bereits der dritte in der jüngeren griechischen Geschichte.
Winfried Wolf liefert dazu eine ausführliche Analyse, zu finden hier in unserem Wirtschaftsarchiv.
Lunapark21 Nr. 9 - Frühjahr 2010
Dieser lange und harte Winter machte es besonders deutlich, von ausgedünnten Busfahrplänen über zu kalte oder gleich ganz geschlossene Hallenbäder bis hin zu Winterdiensten, die nur Politiker-Strassen räumen: Die Gemeinden haben als letztes Glied in der Kette der öffentlichen Strukturen am meisten unter der Krise zu leiden.
Kommune-Krise-Kahlschlag: diese 3 K´s werden in der aktuellen Ausgabe von Lunapark21 unter die Lupe genommen. Christian Reiner untersucht die kommunalen Finanzen in Zusammenhang mit Cross-Boarder Leasing Verträgen, Carl Waßmuth erklärt die Namensänderung von Public-Private Partnerships zu „Planwirtschaft Privater Profiteure“. Was in einer Industriestadt übrig bleibt, wenn die Jobs ausbleiben, macht Dianna Feeley an Detroit fest.
Außerdem: Die Quartalslüge. Was haben wir, was Griechenland nicht hat? Griechenlands Schulden sind nicht höher als die Italiens und halb so hoch wie die Japans: warum ein EU-Land in die Knie gezwungen wird.
Der Blick über den Tellerrand führt uns u.a. nach Serbien, wo es seit Monaten im Zuge des wirtschaftlichen Abschwungs zu Streiks und Betriebsbesetzungen kommt. Hannes Hofbauer berichtet aus dem Lunapark der Arabischen Emirate, und Horst Blume erklärt, wie sie dort die Atomkraft ölen.
Zu guter Letzt enthüllt Winfried Wolf die Machenschaften der Achsen des Bösen. Wer mit dem Riss lebt: Warum und wie Sicherheitsstandards bei Eisenbahnen abgebaut werden.
Lunapark21 Nr. 8 - Winter 2009/2010
Zeitgleich zum Klimagipfel in Kopenhagen erschien unsere Winterausgabe 2009/2010. Im LP21-Spezial zu Klima, Krise & Kapital erläutert Uwe Witt ein Zehnpunkte-Programm, wie es eigentlich von Nöten wäre, um die Klimaerwärmung nicht zu einem unumkehrbaren Prozess werden zu lassen. Inwiefern Klimakonferenzen als Alibi-Veranstaltungen zu bezeichnen sind und wie sich soziale Bewegungen neu vernetzen. diskutiert er gemeinsam mit Alexis Passadakis. Mike Davis warnt vor den sozialen Folgen insbesondere in städtischen Gebieten der Entwicklungsländer.
Und was ist sonst noch los im Lunapark? Gefeilscht wird um die Bildungspolitik, deren Spielregeln aber nicht kritiklos akzeptiert werden: über Besetzungen, Ziele und Möglichkeiten der aktuellen StudentInnenproteste in Österreich und Deutschland. Hannes Hofbauer berichtet über die Krisenauswirkungen und die „Eiszeit“ in der ukrainischen Innenpolitik, Günter Herkel schafft eine Übersicht über den Markt der Nachrichtenagenturen und den Krisengewinnern derselbigen. Neue Kunst auf den Lun-Art-Seiten haben wir Marianne Kampel, André Gottschalk und pingu zu verdanken.
Extra 02: Krise der Autoindustrie
Unter dem Titel Weltwirtschaftskrise & Krise der weltweiten Autoindustrie umreißt das zweite Sonderheft von Lunapark21 Entwicklung und Stand eines der wichtigsten kapitalistischen Industriezweige - von der historischen Betrachtung der "Autokrisen" bis zum aktuellen Machtkampf um Opel. Winfried Wolf geht ausführlich auf die Verbindung zur weltweiten Wirtschaftskrise ein und spart auch Alternativen nicht aus.
Aus der Einleitung von Tom Adler: "Das vorliegende Heft könnte nicht passender kommen. Der Automobilbau gilt zwar als Leitbranche schlechthin, aber heute, in seiner bisher tiefsten Krise, liegen nur wenige Analysen vor, die es erleichtern, sich im aufgeregten Auf und Ab der Medienmeldungen zurechtzufinden. Winfried Wolfs Texte helfen, sich zu orientieren und die eigene Urteilsfähigkeit zu schärfen, statt sich von der Achterbahnfahrt der Prognosen in der veröffentlichten Meinung mitreißen zu lassen."
Der vollständige Inhalt des Heftes ist hier zu finden. Bestellungen zum Preis von 4,50 € pro Heft plus Porto bitte per Mail an extra@lp21.de
Bitte beachten: Wer ein Förderabo abgeschlossen hat, erhält das Sonderheft kostenlos.
Lunapark21 Nr. 7 - Herbst 2009
In der aktuellen Ausgabe von Lunapark21 stehen die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf den Süden und die Ernährungssouveränität im Vordergrund. Winfried Wolfs Analyse im LP21-Spezial wird mit internationalen Berichten ergänzt. Vandana Shiva erklärt, warum Nahrungsmittel nicht nur in Indien vor Ort produziert werden müssen. Die Lehman-Pleite jährt sich und wird von Winfried Wolf bilanziert, während Lucas Zeise erläutert, warum auch ein Green New Deal die Stagnationskrise nicht aufhält, solange der Finanzsektor nicht an Volumen verliert. Ob Arbeitszeitverkürzung derzeitig eine richtige Forderung sein kann, diskutieren Daniel Behruzi, Michael Wendl und Werner Sauerborn in der LP21-Debatte. „Auch 20 Jahre nach 1989 stellt der Osten die industrielle Reservearmee“ fasst Sebastian Gerhardt zusammen, und Gisela Notz zeigt auf, dass es hier vor allem für erwerbstätige Frauen düster aussieht. Die „LunArt“-Seiten werden diesmal von Hans Reffert und Eleonore Wilhelm gestaltet.
Extra 01: Verkehrswende JETZT!
Am 15. /16. Mai 2009 fand in Köln eine „Europäische Konferenz zur Zukunft der Bahn“ unter dem Titel „Nächster Halt: Bürgerbahn“ statt. Träger waren das Bündnis Bahn für Alle (in dem 18 Organisationen vereint gegen eine Privatisierung der Deutschen Bahn kämpfen), die Grünen in NRW und die britische Gewerkschaft RMT (National Union of Rail, Maritime & Transport Workers). Mit diesem Treffen wurde ein europaweites Bündnis gegen die Bahnprivatisierungen Rail4All konkretisiert und eine Kölner Erklärung gegen die Bahnprivatisierungen verabschiedet.
Auf der Tagung wurde erstmals ein Programm SchieneEuropa2025 vorgestellt. Sein Verfasser, Winfried Wolf, ist seit rund 20 Jahren als Autor („Eisenbahn und Autowahn“ und „Verkehr. Umwelt. Klima – Die
Globalisierung des Tempowahns“) und im Rahmen unterschiedlicher Initiativen gegen die Bahnprivatisierungen engagiert. Bahn für Alle, RMT, die Grünen NRW und Johannes Hauber für den Betriebsrat von Bombardier Transportation präsentieren in dieser Publikation erstmals das Programm SchieneEuropa2025 einer breiteren Öffentlichkeit.
Die Publikation ist als Lunapark21-Sonderheft mit 40 Seiten (Lunapark21 extra 01) erschienen, alle Beiträge sind deutsch und englisch. Der vollständige Inhalt des Heftes ist hier zu finden. Bestellungen zum Preis von 3,50 € pro Heft plus Porto bitte per Mail an extra@lp21.de
Bitte beachten: Wer ein Förderabo abgeschlossen hat, erhält das Sonderheft kostenlos.
